Samstag, 21. März 2009

Bestanden!

Die erste Hürde ist genommen. Theorie super bestanden. Der Praxis noch mehr ein Witz, als gedacht. Ich bin jetzt zwar alles andere als fit für die See, aber immerhin, den amtlichen Schein hab ich jetzt. Eigentlich Wahnsinn, dass damit Leute auf die See gelassen werden. OK, die Theorie ist schon etwas aufwändiger als ein Autoführerschein, Multiple-Choice-Fragen sind schon etwas anderes....aber fünf Minuten mit einem Motorboot ein bisschen auf dem Wannsee herumgurken ist dann doch etwas weniger, als ich mir vorgestellt habe. „Nehmt die Motorbootpraxis mindestens mal Zehn, und ihr wisst, was ihr beim Segeln an Grundpraxis braucht“, sagt der Segellehrer...Na ich hoffe doch!

Freitag, 20. März 2009

Prüfung

Erster Sportbootschein, heute ist Theorie- und morgen Praxisprüfung. Die Praxis ist ein Witz, so wie das in den Übungsstunde erkennbar war. Die Theorie ist dagegen mehr als ich dachte. Ich hatte wenig Zeit zum lernen, der Job hat mich arg gefordert die letzten Wochen. Aber ich denke ich könnte durch kommen.

Donnerstag, 5. März 2009

Das Buch der Mansholts

Im Flugzeug, irgendwo auf dem Rückweg einer Reise, las ich die letzten Seiten von „Wir hauen ab!“ – das Buch der Familie Mansholt aus Oldenburg, in dem sie ihre Weltumsegelung beschreiben. Ich wurde irgendwann ganz zufällig in den wenigen Momenten meines Fernsehkonsums auf diese Familie aufmerksam. Ich erinnere mich an einen Fernsehbericht, der eigentlich den Eindruck des Scheiterns einer Weltumsegelung vermittelte.

Das Buch las sich natürlich ganz anders. Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich vom Buch und den Mansholts halten sollte. Etwas leichtsinnig kam es mir vor, mit kleinen Kindern ein solches Unternehmen anzustellen. Etwas schwer nachvollziehbar erschien es mir, den eigenen Traum zu verwirklichen, während der eigene Sohn offenbar ein paar ernsthafte Probleme hat und er in dieser Phase einfach 2 Jahre lang zurückgelassen wird. Erstaunt war ich, wie offen das alles im Buch angesprochen wurde.

Aber nun, nach dem Ende des Buches, bewundere ich die Mansholts. Als es gefährlich wurde, hieß es für die Kinder Heimweg. Und gerade für den ältesten Sohn und den Familienzusammenhalt war es wohl in dieser Phase das Beste, was die Mansholts machen konnten. Ausgerechnet Daniel, der am Anfang so gar nicht mit wollte und der offenbar alles andere als ein gutes Verhältnis zu seinem Vater hatte, und zudem bis nach Panama überlegte, doch noch nach Haus umzukehren, ausgerechnet dieser Daniel wurde zum wichtigsten Crewmitglied, um das Unternehmen Weltumsegelung auch zu vollenden. Und das Verhältnis scheint nach allem was man lesen kann so gut wie nie zuvor.

Ich fand das Buch gut geschrieben, es gibt viele kleinere Kapitel und Absätze, was einem Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln sehr entgegenkommt. Was ich anfangs nie gedacht hätte war, dass es mir sogar besser gefiel als „Der erfüllbare Traum“, denn irgendwie werden die Eindrücke viel besser erklärt.

Interessant war, dass mit den Mansholts nun schon die zweiten Weltumsegler im Bereich von Mittelamerika mit ihrem Motor Probleme bekamen. Gut, sie waren sehr zufrieden mit ihrem Motor schreiben sie, aber die Pumpe gehört ja auch irgendwie dazu. Mir scheint als seien diese Schiffsmotoren nur für ein paar Umdrehungen gebaut und als handele es sich hier um das schwächste Teil eines Segelbootes. Na mal sehen, was die anderen Weltumsegler so zu berichten haben.

Von der Sache gefiel mir auch die Route der Mansholts etwas besser. Würde ich Galapagos verpassen, so wie Klaus und Johanna, das wäre schon fatal. Andererseits müssen auf so einem Trip die Osterinseln einfach sein. Die aber haben die Mansholts ausgelassen. Man ist ja auch etwas auf die Winde angewiesen.